Mini-München - Die Spielstadt für Kinder und Jugendliche | Start
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Titel MiMü Doku 2014

Hier können Sie sich die Dokumentation 2014 mit Pressespiegel anschauen!

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Großes Abschlussfest

Mini-München ist zu Ende!

Nach 15 aufregenden, ereignis- und arbeitsreichen, kurzweiligen Spielstadttagen sind die Tore von Mini-München geschlossen. Die Wände und Kulissen, Möbel, Schilder und die Arbeitsmaterialien sind in den Magazinen verstaut, bis hin zum letzten Bleistift! Ein guter Zeitpunkt, finden wir, um über die Spielstadt Mini-München 2016 nachzudenken.

32.230 Kinder im Alter von 7-15 Jahren beteiligten sich aktiv am Leben der Spielstadt, täglich bis zu 2500 Kinder gleichzeitig. In drei großen Hallen und auf dem weitläufigen Außengelände in Freimann entstand durch ihr Zutun nach und nach das spielerische und auf Zeit gedachte Abbild einer kleinen Stadt, mit allen Einrichtungen, Ereignissen, Tagesverläufen, Notwendigkeiten, Konflikten und Festen, die eine solche ausmachen.

In einer Umfrage von RadioMikro-Mini-München, dem Stadtradio, was die Mini-Münchner*innen an der Spielstadt am besten finden, antwortete eines der Kinder: „Das Fremde und, dass man sich nicht gleich überall auskennt“. Weitere O-Töne waren zu hören: „Bote sein und überall herumkommen“, „Das Ganze, weil es echt ist“, „mit der Kehrmaschine (der Müllabfuhr, Ergänzung) durch die ganze Stadt fahren“, „dass man so vieles ausprobieren kann“. Viele weitere Einzelheiten und Einzelbereiche wurden genannt, wovon das Geldverdienen einen breiten Raum einnimmt, weil über diesen einfachen Spielmechanismus auch allen Kindern der Zugang zu den verschiedenen Kultur- und Konsumangeboten ermöglicht wird. Die Mehrheit der Kinder benennt als Besonderheit aber das Spiel-Ensemble in seiner Gesamtheit und in seinem Ausmaß, als Stadt wahrgenommen. Reinhard Kahl, Pädagoge und Journalist („Treibhäuser der Zukunft“), der die Spielstadt mit einem Filmteam drei Wochen begleitete, hatte zu Beginn über die Spielstadt geschrieben: „ Wenn den Kindern der Zugang zur (echten) Stadt zunehmend verwehrt wird, dann bauen sie eine eigene Stadt, mit allem, was sie brauchen, um lernen zu können.“ Und man muss hinzufügen: Ja, „das Fremde“ muss erlebt werden dürfen, das Unübersichtliche, Unvorhersehbare und vom Alltagsleben Unterscheidbare, um darauf neugierig werden und sich darin nach und nach als aktiv Handelnde*r probeweise definieren zu können.

Unter die erwachsenen Besucher*innen der Spielstadt mischten sich am Modell der Spielstadt interessierte Pädagog*innen (und Kolleg*innen), sowohl aus dem Inland wie aus dem Ausland kommend (Japan, UAE, Luxemburg, Ägypten, Spanien, Tschechien, Slowakei etc.), Eltern und Großeltern, akkreditierte Journalist*innen sowie begleitende Pädagog*innen aus den Gemeinschafts- und Notunterkünften der Stadt und aus verschiedensten sozialen Einrichtungen. Sie alle respektierten die Tatsache, dass ihnen der Zutritt zur Spielstadt nur mit einem zeitbegrenzten Visum möglich war und die so genannten „Elternfreien Zonen“, die einzelne Bereiche oder der Mini-Münchner Stadtrat beschlossen hatten, wie beispielsweise rund um das Arbeitsamt oder die Kunstakademie.

Als Mitspieler*innen und erwachsene Akteure begleiteten 250 Mitarbeiter*innen das Projekt mit sehr unterschiedlichen Erfahrungshintergründen, sowohl was die Professionen anbelangt (Gärtner, Richter, Künstler, Bibliothekar, Architekt, Polizist, Sanitäter, Politiker, Koch, Schneider, Designer, Sportler, Journalist, Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaftler, Übersetzer, Hausmann, Geograf, Schreiner, Metallhandwerker, Pädagoge, Schüler, Student der verschiedensten Fakultäten), das Alter wie die aktuellen Lebenskontexte.

Die Komplexität der Spielstadt Mini-München und ihre qualitative Ausdifferenzierung kann in dieser einmaligen Form nur entstehen, weil sich an ihrer Ausgestaltung viele Kooperationspartner mit Material, Ausstattung und fachlicher Expertise beteiligen und ihre Mitarbeiter*innen sich aktiv auf das Spielmodell einlassen.

Die Arbeiten an der Dokumentation und Auswertung des Projektes haben schon begonnen. Das in Mini-München produzierte Ton-, Bild- und Textmaterial wird sortiert, Interviews mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern werden transkribiert, Presseartikel gescannt – man kann sich im Nachhinein ein weiteres Mal wundern, wie produktiv Kinder sind!

Die ausführliche Dokumentation “Spielstadt Mini-München 2016” ist voraussichtlich ab Dezember bei uns erhältlich.

Die Spielstadt für Ausserirdische

Wie funktioniert eigentlich Mini-München?